Der Sanitätshund ist die älteste Art systematisch ausgebildeter und eingesetzter Rettungshunde.
Im Ersten Weltkrieg war er idealer Gehilfe des Sanitätssoldaten, weshalb er diesen Namen erhielt.
Tausende von Verwundeten verdankten damals dem Sanitätshund, der neben dem Meldehund
der Kriegshund schlechthin war, ihre rechtzeitige Rettung. Am Abend, nachdem der Schlachtlärm
verstummt war, durchzogen die Sanitätstruppen mit ihren Suchhunden die Kampffelder und suchten
nach zurückgebliebenen Verwundeten. Die Hunde hatten einen Gefundenen anfänglich dadurch zu
<<melden>>, indem sie bei diesem einen Gegenstand (beispielsweise die Mütze) aufnahmen und
dem Sanitätshundführer apportierten. Da dieses Anzeigeverfahren oftmals zu Problemen führte,
begann man, dem Hund ein so genanntes Bringsel, ein etwa zehn Zentimeter langes Lederstück, ans
Hundhalsband zu hängen. Stiess er nun auf einen Verwundeten, nahm er das Bringsel in den Fang,
eilte damit zum Hundeführer und führte diesen anschliessend zu verwundeten Kameraden.
Die Anzeige mittels Verbellen kam aus taktischen Gründen (Lärm) im Krieg nicht in Frage